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Das erste Mal mit 93

Die 93-jährige Jole Marfurt (rechts) mit ihrem Chauffeur/Sohn Carlo auf der Vespa. Bild: Adrian Uhlmann
Die 93-jährige Jole Marfurt (rechts) mit ihrem Chauffeur/Sohn Carlo auf der Vespa. Bild: Adrian Uhlmann

«Sind Sie von der Presse?», fragte plötzlich ein Mann, der gerade mit der Vespa neben mir in der Bärengasse anhielt, an ihn klammerte sich eine ältere Frau. Nach meiner Bejahung, kam gleich die nächste Frage des Herrn: «Wie alt schätzen Sie denn die Frau hinter mir?» Nachdem ich ihm zu verstehen gab, dass ich im «Alter erraten » nicht so talentiert sei, klärte

er mich auf. «Dreiundneunzig», sagte er und strahlte mit der Dame, seiner Mutter, um die Wette. «Sie fährt das erste Mal auf einer Vespa», erklärte mir Carlo Marfurt schliesslich noch. Seine Mutter, Jole Marfurt, kam also im stolzen Alter von 93 Jahren zu ihrer ersten Vespa-Fahrt - ausgerechnet in der italienisch angehauchten Altstadt von Zofingen. Und nach einer kurzen

Pause fragte sie ganz aufgeregt ihren Sohn: «Wir fahren noch einmal eine Runde oder?»

 

Sie wollen wieder kommen

Der Vespa-Treff hat seine erste denkwürdige Geschichte erlebt und glaubt man den Anhängern der Vespa-Clubs (unter anderem aus Langenthal/BE, Gerlafingen/SO und Zell/LU), so werden noch einige folgen. Denn diverse Cruiser haben bereits den Wunsch geäussert, auch im nächsten Jahr wieder mit ihren Wespen nach Zofingen auszuschwärmen und die Thut-Stadt unsicher zu machen.

Rund 200 Vespas fuhren einzeln oder in Korsos und mit Sonderbewilligung durch die Stadt. Dabei gab es die verschiedensten Farben und Jahrgänge zu bestaunen. Die Altstadt mit Wäscheleinen und individuellen Dekorationen sommerlich italienisch geschmückt. Der Vespa-Treff setzte eine erste (2-Takt)-Duftnote, wir sind gespannt auf nächstes Jahr.

Dieser Artikel ist am 3. Juli 2015 in den "Zofinger Nachrichten" erschienen.